Wer Bin ich eigentlich?!

 

DU bist irgendwie auf meinem Blog gelandet – es ist einer von unzähligen Reiseblogs, aber irgendetwas scheint dein Interesse geweckt zu haben, also haben wir sicher schon mindestens eine Sache gemeinsam. Vielleicht bist du selbst abenteuerlustig, oder möchtest auf Reisen gehen, traust dich aber nicht?

Die Wahrheit über mich ist folgende: genau wie mein Blog bin ich eine von vielen.
Und aus diesem Grund möchte ich mich für dich nackt machen.
Ich habe Ängste und Zweifel - genau wie du.
Natürlich fühle ich mich manchmal einsam und stelle alles in Frage.
Auch für mich war es ein riesiger Schritt auf unbestimmte Zeit auf Weltreise zu gehen:
denn auch ich habe eine Heimat, eine Familie, Freunde.
Manchmal überfällt mich Heimweh, aber ich will mir nicht eines Tages vorwerfen müssen meine Träume nicht gelebt zu haben.
Mit 16 dachte ich noch, dass Leben wäre ewig.
Und dann verfliegen 10 Jahre und mehr und mir wird zunehmend bewusst, dass ich jeden Moment genießen will.

Das-Leben-genießen ist ein Fulltime Job! Ohne Scheiß! Ich meine wer ist schon 24/7 glücklich und zufrieden mit seinem Leben?!
"Und was ist mit deiner Zukunft?!"

Ja, ich habe die Uni abgebrochen und bin auf Weltreise gegangen.
So what?!
Ich fühle mit jeder Zelle meines Körpers, dass das auf jeden Fall eine der "richtigen" Entscheidungen meines Lebens war.

Also let's go! Hier mal ein paar Fun-facts über diese Pia – vielleicht gibt’s ja noch mehr Gemeinsamkeiten?!:

Wer ich bin, werde ich wohl am Ende meines Lebens selber noch nicht wirklich wissen.
Ich weiß, dass ich der chaotischste Mensch bin, den ich kenne.
Ich liebe den Regen und aufgewärmte Spagetti. (Mit vieeel Käse.)
Ich trage meistens zwei verschiedene Socken und kann wunderbaren Käsekuchen backen.
Ich lache viel und gerne und bin zu den meisten Menschen erst mal sehr nett.
„Pia, du liebst einfach Alles und jeden! Kein Wunder, dass du dich nicht auf einen Menschen fokussieren kannst.“
Aber wenn ich liebe, dann liebe ich von Herzen. Beziehungsunfähig bin ich trotzdem.
Ist wohl ein Problem meiner Generation.

Zumindest in Berlin?

Also ich wohne in Berlin, aufgewachsen bin ich woanders. „Woanders“ heißt in einem Wald irgendwo in Brandenburg und … na auf Kreta.

 

 

Also fangen wir mal auf Kreta an, denn was prägt uns mehr als unsere Kindheit ?!
Guck mal! Das kleine Kerlchen da rechts im Bild – das bin ich!
Und die Dame links im Bild, das ist meine Ma.

Ich sehe meine Mutter vor mir, als eine junge Frau mit roten Locken -Dauerwelle, wie es in den 90ern noch Mode war. Sie trägt ein schwarzes Spitzentop und eine knackige ausgefranzte Jeans. Sie hat eine große Landkarte auf ihren braunen Oberschenkeln ausgebreitet, blinzelt aber verträumt in die Sonne. Neben ihr sitzt mein Vater hinterm Steuer unseres VW-Buses, zwischen ihnen sitzt Adda, unser Hund und hält ihre Schnauze in den Wind. Aus den Boxen dröhnt Westernhagen, Bob Marley oder die Dire Straights. Max und ich lümmeln auf den vielen Kissen auf der Liegewiese im hinteren Teil des Busses und lesen Lucky Luke. Er ist mein großer Bruder und allein für diese Tatsache bewundere ich ihn sehr.
An uns zieht eine Landschaft vorbei, die sich bis heute kaum verändert hat: karge Berge, Olivenhaine, blühende Moonwiesen, Ziegen und Esel, alte Frauen in Schwarzen Gewändern am Wegesrand, kleine Dörfer, mit weiß getünchten Häusern in denen die alten Kretianer sich die Neuigkeiten des Tages preisgeben und Kaffee oder Raki trinken.

Meine Eltern beschlossen 1990, also direkt nach der Wende, einen kleinen, gelben Käfer zu kaufen und damit an den südlichsten Zipfel Europas zu fahren. Der südlichste Zipfel war in ihrer damaligen Vorstellung Kreta und so sackten sie mich und meinen Bruder ein und düsten los.
Ich war damals ein Jahr alt und lernte auf der Fähre von Italien nach Griechenland laufen.
An diesen Teil meiner Kindheit kann ich mich nicht erinnern, aber ich bin mir sicher, dass er und die darauf folgenden Jahre mich sehr geprägt haben:
Meine Eltern waren jung und verliebt und so sehr sie sich und ihre kleine Familie liebten, so sehr verliebten sie sich auch in Kreta.
Und so kam es, dass sie kurz darauf mit 10000 DM in der Tasche und einem VW-Bus zum zweiten Mal nach Kreta fuhren. Diesmal waren wir gekommen um zu bleiben.

Aber diese Geschichte will ich gar nicht erzählen, weil ich damit schon ein Buch füllen könnte…
Wo wir grade beim Bücher füllen sind: was ich wirklich gerne mache ist schreiben.
Also kombiniere ich zwei meiner größten Leidenschaften:
Schreiben und Reisen.

Es ist ein harter Weg herauszufinden was man wirklich, wirklich will, oder?!
Aber eine Reise ist auf jeden Fall ein guter Anfang, um genau das herauszufinden...